Modernisierung eines Lebensversicherungs-Kernsystems in der EU: Ein pragmatischer Weg
Die Legacy-Falle: Batch-Kernsysteme und Papier-Realität
Die meisten europäischen Lebensversicherer arbeiten noch mit batch-orientierten Kernsystemen aus den 1980er-90er Jahren:
- Neue Produkteinführungen erfordern monatelangen IT-Aufwand
- Service-Anfragen werden für die nächtliche Batch-Verarbeitung aufgereiht
- Kundendaten verstreut über Policen-, Schaden- und Finanzsysteme
- Begünstigtenänderungen erfordern eigenhändige Unterschriften und Papierformulare
- Rückkäufe und Fondswechsel bleiben manuelle, mehrtägige Prozesse
Der Compliance-Imperativ: BIBs, Governance, KYC/AML, Prüfbarkeit, Resilienz
EU-Regulierung erfordert technische Grundlagen, nicht nur Dokumentation:
- PRIIPs-BIBs müssen dynamisch zum Verkaufszeitpunkt mit aktuellen NAV-Daten generiert werden
- IDD-Produktgovernance muss in Vertriebsworkflows eingebettet sein
- DSGVO-Einwilligungsnachweis und Bearbeitung von Betroffenenanfragen (DSAR) benötigen technische Infrastruktur
- DORA erwartet, dass betriebliche Resilienz in die Plattform integriert ist
- KYC/AML muss workflowintegriert sein – Jumio sofort einsatzbereit + anbieterunabhängige Adapter

Ein pragmatischer Modernisierungspfad: Schnell vorankommen, ohne das Geschäft zu gefährden
Sie brauchen keine mehrjährige Big-Bang-Migration. Beginnen Sie mit hochwertigen Funktionen:
- Strangler-Pattern: Neue Funktionen gehen live, während Legacy betriebsbereit bleibt
- Quick Wins: Digitale Underwriting-Workbench, Versicherungsnehmerportal, Vermittler-Angebot-bis-Abschluss
- Schrittweiser Wert: CFO sieht ROI, Operations sieht Entlastung, Regulatoren sehen Fortschritt
- Behalten Sie Ihren aktuariellen Pricing-Stack (Prophet, AXIS, MoSes, Addactis, Radar)
- API- und Batch-Adapter für Tarifierungs-Engines – kein Model-Re-Platforming erforderlich


